Usbekistan versus Kolumbien
- Anstoß:
- Stadion: Estadio Azteca · Mexiko-Stadt, Mexiko
Usbekistan
Usbekistan gibt sein Turnierdebüt — eine außergewöhnliche Premiere für ein zentralasiatisches Land, das zwei Jahrzehnte an die Tür geklopft hat. Srečko Katanec, der legendäre slowenische Trainer seit 2024, hat eine taktische, defensiv disziplinierte Mannschaft aufgebaut. Eldor Shomurodov (Roma), Igor Sergeyev und Otabek Shukurov bilden den Angriff; Abbosbek Fayzullaev (ZSKA Moskau) ist der aufstrebende Kreativ-Star; Khusniddin Aliquliev verankert die Defensive. Die Weißen Wölfe qualifizierten sich erstmals direkt aus der AFC, nachdem die asiatischen Plätze auf 8,5 erweitert wurden — die Formatänderung belohnte endlich die langjährig aufgebaute usbekische Fußballinfrastruktur. Gruppe K mit Portugal, der DR Kongo und Kolumbien ist brutal, doch Usbekistan ist organisiert genug, um zu konkurrieren. Ein Punkt wäre ein nationaler Triumph; ein Weiterkommen würde die zentralasiatische Fußballgeschichte umschreiben.
Kolumbien
Kolumbien erreicht seine siebte Teilnahme — die erste in zwei Zyklen nach dem 2022 verpassten Turnier — und als Copa-América-Finalist 2024, der knappste Vorbeischuss in ihrer kontinentalen Geschichte. Néstor Lorenzo, der argentinische Trainer seit 2022, lässt ein 4-2-3-1 mit Elite-Flüssigkeit spielen. James Rodríguez (León) wurde bei der Copa América als kreativer Motor wiedergeboren; Luis Díaz (Liverpool) ist der Flügelstar; Jhon Durán (Aston Villa) und Rafael Santos Borré liefern die Torgefahr; Davinson Sánchez und Jhon Lucumí (Bologna) führen die Abwehr. Kolumbien blieb 28 Spiele ungeschlagen vor der Finalniederlage 2024 gegen Argentinien — eine Serie, die echten Elite-Status signalisiert. Gruppe K mit Portugal, der DR Kongo und Usbekistan ist machbar für Platz zwei; das Viertelfinale ist das realistische Ziel mit Halbfinal-Aufwärtspotenzial.
Estadio Azteca
Das Estadio Azteca richtet 2026 fünf Spiele aus, darunter das Eröffnungsspiel am 11. Juni — und ist damit das einzige Stadion in der Geschichte, das die Eröffnung dreier Auflagen ausrichtet (1970, 1986, 2026). Es liegt im Süden von Mexiko-Stadt auf 2.200 Metern Höhe, wurde 1966 eröffnet und fasst rund 87.500 — die größte Kapazität des Turniers. Die Höhe gibt mexikanischen Gegnern einen integrierten physiologischen Vorteil, den Gastteams respektieren müssen. Die Kapazität wurde moderat an Sicherheitsstandards angepasst, der ikonische Zweirang-Bowl bleibt erhalten. Das Azteca ist das spirituelle Herz des Fußballs in den Gastgeberländern — Ort des 1970er Endspiels Brasilien gegen Italien sowie des Maradona-Viertelfinales und -Finales 1986. Kein Standort trägt auf diesem Kontinent ein tieferes fußballerisches Gewicht.